Aufholjagd am Uetliberg

Lauf 1: Zürich – Albisgüetli – Treppenweg – Utosattel – Höckler – Zürich, 12.5km, 451hm
Lauf 2: Zürich – Albisgüetli – Zielweg – Uetliberg – „Trail ohne Namen“ – Zürich, 15.6km, 607hm

Offensichtlich bieten sich Frühling und Herbst am besten zum Laufen an. So erkläre ich mir nun mal, dass ich lange Zeit keine typischen Traillaufeinheiten unternommen habe. Der Jahresanfang begann so vielversprechend. Lange dachte ich mein Ziel von 500km in den Laufschuhen dieses Jahr, locker erreichen zu können. Die langen Läufe im Frühjahr wie Grenzerfahrung, Cardada/Cimetta oder auch der Wettkampf am Blüemlisalplauf sorgten locker dafür, dass ich mindestens bis August über dem über dem benötigten Schnitt von Laufkilometern pro Monat lag, um die 500km dieses Jahr zu knacken. Doch dann machte sich bemerkbar, was schleichend im Mai begann. Ich wechselte Sportarten. Die Tennissaison ging durch die verschiedenen Aufstiegsspiele länger als gedacht, durch das wettermässig durchwachsene Frühjahr zog ich jetzt mehr und mehr mit dem Rennvelo los und dann waren da noch die anderen Verpflichtungen wie Hochzeiten, Geburtstage und so, die längere Läufe oder gar Wettkämpfe nicht zuliessen. Und so kommt es, dass ich ca. 6 Wochen vor Jahresende nicht mal 380km geschafft habe.

Zürichsee in Abendstimmung
Zürichsee in Abendstimmung

Aber Grund zum Aufgeben ist das keiner. Ausserdem ist das Wetter jetzt wieder herbstlicher. Fast schon sehr herbstlich. Geschneit hat es schon. Nebelig ist es auch. Und so hoffe ich jedes Mal, dass ich durch Läufe auf den Züricher Hausberg, den Uetliberg, schöne Aussichten geniessen kann. Letzte Woche beispielsweise ist mir das gelungen, als ich an einem eher trüben Samstag noch kurz vor Sonnenuntergang losgerannt bin. Über den Treppenweg hoch (seitlich des supersteilen Laternenwegs) bis zum Sattel konnte ich noch die letzten Sonnenstrahlen erhaschen. Wahrlich schön und lohnenswert. Es ist übrigens erwähnenswert, dass ich relativ vielen Trail-/Bergläufern begegnet bin. Scheint eine neue Trendsportart zu sein.

Sonnenuntergang über dem Argau
Sonnenuntergang über dem Argau

Und dieses Wochenende bin ich wieder gestartet. Ein anderer Weg diesmal, der nicht ganz so steil ist und immer wieder Passagen zum Erholen hat. Der Weg war traumhaft, die Wetterbedingungen herbstlich, positiv ausgedrückt. Der komplette Berg hatte sich in eine Nebelwolke eingehüllt. Als wollte er diesen Sonntag nicht aus seinem Bett aufstehen. Nicht ideal für Fotos, aber eigentlich ganz gute Bedingungen zum Laufen. Auch diesmal war ich nicht allein, sondern fand insbesondere auf dem Gipfel des Uetlibergs einige gleichgesinnte Läufer vor. Beim Abstieg jedoch war ich wieder ganz allein, da ich einen sehr engen, stark vermatschten und technisch nicht einfachen Trail gefunden habe. Spass hat es gemacht. Auch wenn die Waschmaschinen jetzt wieder arbeiten muss.

Mein Kilometerzähler ist nun 408km weitergeschritten. Das sind noch 92km bis zur magischen 500er Grenzen. Schauen wir, was in den letzten 5 Wochen des Jahres noch passiert.

Mallorca – Traumhaftes Rennrad-/Veloland

Abschliessend der Ferien auf Mallorca möchte ich gerne doch noch ein paar Worte über meine Rennrad-/Velotouren auf der grössten der balearischen Insel verfassen, steht Mallorca doch für eine Hochburg für Radausflüge.

Insgesamt war ich dreieinhalb Mal unterwegs. Fokussiert natürlich auf den Norden der Insel. Die erste „halbe“ Tour war eine Übergangsgelegenheit, bei der ich das Rennrad nur als Transportmittel nutzte, um mit der Freundin auf dem Marktplatz in Pollença bei schönstem Wetter das Mittagessen zu geniessen. Die anderen drei längeren Routen konnten einmal mehr demonstrieren, wieso Mallorca so beliebt bei „Gümmelern“ (Schweizerisch für Freizeitrennradfahrer) ist.

Hin und Zurück am Cap de Formentor

Radfahrt 1: Port Pollença – Cap de Fermentor – Port Pollença, 50.8km, 850hm

Eigentlich eine etwas spezielle Tour. Schon beim Wandern oder Laufen bin ich kein grosser Freund von Hin-und-Zurück-Routen. Also, Routen auf dem man den gleichen Weg zurück nimmt, den man gekommen ist. Um an die nördlichste Spitze Mallorcas, sprich zum Cap de Formentor zu kommen, muss man aber genau dieses Tun: Hin und Zurück. Denselben Weg. In diesem spezielle Fall ist das jedoch alles andere als tragisch. Selten bin ich eine solch traumhafte Strasse gefahren. Kurvenreich, hügelig, rollender Asphalt, wenige Autos (zumindest in dieser Jahreszeit) – und hinter jeder Kurve verbirgt sich ein neues überwältigendes Panorama auf die wilden Hügel der Serra de Tramuntana, die teilweise senkrecht ins Mittelmeer abfallen. Und auf dem Rückweg sieht natürlich alles wieder ganz anders aus.

Cap De Formentor
Blick zurück auf die letzten Kurven vor dem Leuchtturm am Cap

Am Fusse der Serra de Tramuntana auf den Puig d’Inca

Radfahrt 2: Alcudia – Sa Pobla – Puig d’Inca – Alcudia, 64km, 456hm

Eine spontane Zwischenetappe. Nicht wirklich geplant und eher dazu gedacht, um die Beine zu lockern. Ganz ohne hügelige Herausforderung wollte ich aber nicht bleiben, sodass ich als mein Ziel den Puig d’Inca, auch manchmal Puig de Santa Magdalena, ausmachte. Kein wirklicher Berg, aber mit seinen 287m doch eine deutliche Erhebung im mallorquinischen Inland. Den Hügel erreichte ich über eine windgefährdete breitere Strasse, welche von Alcudia nach Sa Pobla führte. Anschliessend konnte ich jedoch in einen ersten kleinen Cami – katalanisch für „Weg“ – abbiegen, der mich direkt an den Fuss des Anstiegs zum Puig d’Inca brachte. Dieser überraschte mit für seine Kürze von 2.8km sehr vielen Haarnadelkurven, die insbesondere im Mittelteil kurz aufeinander folgten. Da kam sogar Passfeeling auf. Oben angekommen konnte ich die Aussicht über die ganze Insel geniessen (nicht zu vergleichen mit der beschriebenen Aussicht vom Talaia d’Alcudia). Das eigentlich Highlight der Tour war jedoch der Rückweg über die kleinen Camis bei Campanet. Der alte Verbindungsweg zwischen Campanet und Pollenca führt an flächig angelegte Olivenhaine, abgelegene Weingüter sowie urige Fincas vorbei, immer mit dem Blick zum Hauptkamm der Serra de Tramuntana.

Puig Tomir
Der Puig Tomir als einer der 1000er der Serra de Tramuntana

Ruta de Pollença

Radfahrt 3: Pollença – Campanet – Coll de Sa Batalla – Pollença, 70.1km, 919hm

Die einzige wirklich „Bergetappe“ – zumindest kann man beim Coll de Sa Batalla von einem Anstieg sprechen. Doch später mehr. Diese Etappe war sozusagen das letzte Puzzlestück für die mittlere und nordöstliche Tranmuntana. Nachdem ich die bekannten Anstiege und Routen um Soller, Valledemossa und dem Puig Major letztes Jahr gefahren bin, konnte ich dieses Mal noch den fehlenden Teil im Norden bewältigen. Bis zum Fusse des Colls wählte ich dieselbe Route, die ich am Vortag von Campanet retour gefahren bin. Der Unterschied jedoch ist, dass man bei der Fahrt ins Landesinnere doch einige Höhenmeter bewältigen muss. Ein kleiner Anstieg vor Campanet, ein weiterer vor Moscari, und schliesslich einer in Selva.

Blick auf Caimari
Wunderschön gelegen – Caimari am Fusse des Coll de Sa Batallas

Und erst dann beginnt der 7.8km lange Anstieg des Coll de Sa Batalla. Schon bei Ausfahrt aus Caimari beginnt die Strasse sich über mehrere Serpentinen in die Höhe zu schlängeln. Nie wirklich steil. Und mit wenig Verkehr. Nach mehreren langgezogenen Passagen im Mittelteil dringt man immer mehr in die Wildheit der Tramuntana ein. Hin und wieder kann man durch einige der Felswände ein paar Blicke zurück auf die Ebene im Inland Mallorcas erhaschen, bevor die letzten Haarnadelkurven in Angriff genommen werden können. So richtig steil wird es jedoch nicht mehr, sodass man schon bald die wohl bekannteste Tankstelle Mallorcas am Coll de Sa Batalla erreicht.

Theoretisch gäbe es sowohl hier die Möglichkeit einer Pause als auch 2km weiter am Kloster Lluc. Ich jedoch entschied mich nur für kurze Fotostops, bevor ich mich in die fast 18km Abfahrt nach Pollença stürzte. Diese lange und abwechslungsreiche Abfahrt entschädigt für alle vorherigen Anstrengungen. Die Landschaft der Tramuntana abseits der Strasse wird erst felsiger, wilder und irgendwie skurriler, dann wieder ruhiger, ländlicher und fast schon lieblich. Bei lockeren Geschwindigkeiten zwischen 40 und 50km/h rollte ich unaufhaltsam in Richtung der Badia de Pollença näher. Und so langsam erkannte ich die Umrisse des Talaia d’Alcudias und des Cap de Formentor wieder – die wohl markantesten Erhebungen der Gegend, die ich definitiv lange in Erinnerung behalten werde. Traumhaft.

Ein paar weitere Impressionen:

„Über die Halbinsel Alcudia“*

Wanderung: Ermite de la Victoria – Talaia d’Alcudia – Platja des Coll Baix, 12.9km, 772m

Lonely Planet, Rother Wanderführer „Mallorca“ und auch zig Websiten beschreiben die Viereinhalb-Stunden-Tour auf der Halbinsel Alcudia als ein Muss für jeden Wanderbegeisterten. Interessante Aussage, bedenkt man doch die unzähligen Wanderwege mit traumhaften Aussichten, die die Serra de Tramuntana bieten kann. Doch welche Wanderung bietet schon die 3er-Kombiniation aus einem alleinstehenden Gipfel, einem endlosen Blick bis hin zu einer anderen Insel und einen einsamer, nur per Fuss oder per Boot erreichbaren Badestrand an? Die nachfolgend beschriebene Route kann das. Nämlich.

Also, rein ins Getümmel. Startpunkt ist die Ermita de la Victoria, eine Einsiedelei, die Kiosk, Restaurant und Hotel umfasst. Und einen Parkplatz. Direkt von dort aus steigt der Wanderpfad in Richtung Talaia d’Alcudia an – einem 446m hohen Gipfel, von dem man sicherlich eine gute Aussicht hat. Beim Aufstieg kommen uns** einige Bergläufer und ein paar Ziegen entgegen. Der Weg erinnert an einen kleinen Alpenpfad, das Gestein und die Wurzeln sind teilweise feucht und rutschig, an einigen Stellen geht es ziemlich steil runter. Nach ca. 1h erreichen wir den Gipfel und die Aussicht ist wie erwartet grandios. Die Badia de Pollença im Norden mit dem Cap de Formentor, die Badia d’Alcudia mit den Hügeln der Serra de Llevant im Süden und ein Überblick über das ganze Inland des „Eilands“.

Cap de Formentor und Badia de Pollença vom Talaia d'Alcudia
Die Halbinsel Formentor von der Halbinsel Alcudia aus – Wasser davor und dahinter

Und weiter geht’s, eine kurze Verschnaufpause muss reichen. Immerhin ist es nicht das letzte Highlight der Wanderung. Und noch weitere 3,5 Stunden liegen vor uns. Der richtige Abstieg zum Collet des Coll Baix lässt etwas auf sich warten. Zwar geht es stetig bergab, aber dann auch wieder bergauf. Und dann entdecken wir etwas, was wir nicht erwartet haben. Mitten im Wasser des Mittelmeeres zeichnen sich die Umrisse einer weiteren grossen Insel ab: Menorca. Die klare Sicht als auch unser Standpunkt erlaubt es, bis zur zweitgrössten Baleareninsel zu blicken. Beeindruckend. Und noch beeindruckender wird es, als sich unsere Blicke nach unten richten. Ungefähr 300hm steil unter uns kommt eine kleine Badebucht mit dem Platja des Coll Baix zum Vorschein. Kristallblaues Wasser und ein Strand mit ein paar einzelnen Punkten (Menschen). Das ist unser nächstes Ziel und gleichzeitig Pausenstation.

Platja des Coll Baix bei Abstieg vom Talaia d'Alcudia
Eine der schönsten Badebuchten Mallorcas – der Platja des Coll Baix

Der Weg dahin ist nicht zu unterschätzen. Mehrfach nehmen wir die Hände zur Hilfe, um uns ca. 10m oberhalb das Wassers am Gestein entlang zu bewegen. Alle Strandbesucher mit Flipflops oder Unerfahrung am Fels haben hier etwas Schwierigkeiten. Wir dagegen fühlen uns eher an den Abstieg von der Wenger Alp ins Lauterbrunnental erinnert. Nur, dass wir jetzt anschliessend eine gute Stunde in dieser abgeschiedenen Bucht mit dem Kieselstrand und dem türkisblauen Wasser verbringen können.

Nach verdienter längerer Pause treten wir den Heimweg an. Schnell sind wir wieder allein. Nach der ganzen Bergkraxelei und dem ständigen Auf und Ab, geht es nun an einem ausgetrockneten Bachlauf hinauf zum Coll de ses Fontanelles. Traumhaft schön. Oben angekommen lässt man den Talaia d’Alcudia hinter sich und blickt wiedermal auf die Badia de Pollença. Und dieser Blick bleibt bis zur Rückkehr zum Ausgangspunkt, der Ermita de la Victoria.

Fazit: Die Wanderung ist ein Muss. So vielfältige und abwechslungsreiche Pfade findet man nur selten. Die Strecke mit 772hm auf 13km und auch die Dauer mit 4,5h ist aber nicht zu unterschätzen. Insbesondere wenn man den sehr lohnens- und empfehlenswerten Abstecher zum Platja des Coll Baix macht, ist es sehr ratsam, genügend Wasser und Essen mitzunehmen.

* Der Titel ist genommen aus: Rother Wanderführer Mallorca, R. Goetz, 2015, 12. Auflage
** Uns oder Wir bezieht sich darauf, dass ich den Weg nicht allein gegangen bin, sondern mit Freundin Sandrine.

Angekommen in Mallorca – Bikeradwandern

Mountainbike: PortBlue Club Pollentia – Talaia d’Albercutx – Cala Sant Vincenç – Santuari del Puig de Maria, 48.8km, 823hm

Ferien. Endlich Ferien. Mal wieder. Mallorca. Mal wieder. Doch zum Entspannen und Fastnichtstun laden nunmal die Gegenden ein, die man schon ganz gut kennt. Immerhin weiss man, was man machen kann, z.B. Radfahren, und was man nicht machen muss, z.B. Sightseeing.

Talaia d'Albercutx, Mallorca
Aufstieg zum Talaia d’Albercutx mit traumhaften Blick auf die Badia de Pollença

Zum Wesentlichen: Die erste Radtour sollte ein Mountainbikeausflug sein. Über die vielen verschiedenen Naturstrassen im Norden der Insel. Davon gibt es nur nicht so viele. Die Radkarte zeigt zwar einige verschiedene weinrot markierte Wege, womit eigentlich Mountainbikerouten gekennzeichnet sind. Diese entpuppen sich jedoch entweder als zu gut asphaltiert, z.B. der Aufstieg zum Talaia d’Albercutx am Cap de Formentor, oder als nur zu Fuss passierbar, z.B. der alte Fussweg Cami de Siller, der von Port Pollença nach Cala Sant Vincenç führt. Einzig beim Aufstieg von Pollença zur Santuari am Puig de Maria erwies sich das Mountainbike als bestgeeignetes Vehikel. Steigungen von bis zu 25% und zerklüfteter Teerbelag wären sowohl für Auto als auch Rennrad eine nur sehr schwierig zu meisternde Herausforderung.

Pollenca, Mallorca - nicht ganz von der Spitze des Puig de Maria
Pollença – nicht ganz von der Spitze des Puig de Maria

Einmal mehr werden sich erfahrene Leser fragen, wieso schon wieder eine Radtour beschrieben wurde. Diesmal handelt es sich jedoch um eine Kombination. Bei allen bereits erwähnten Highlights gab es eine Wanderpassage. Während ich für die letzten Schritte zum Wachturm auf dem Talaia d’Albercutx oder auch zur Santuari del Puig de Maria das Mountainbike stehen lassen konnte, musste ich das doch nicht ganz so leichte Aluminiumfahrrad beim Cami de Siller für ein paar hundert Meter auf die Schulter nehmen. Damit bin ich mit dem Titel lauftrek gar nicht so falsch gelegen.

Anbei noch weitere Eindrücke der Starttour.

From Glarus to Schwyz via Pragelpass – cycling again!

Ride: Niederurnen – Glarus – Klöntalersee – Pragelpass – Muotathal – Schwyz, 60.8km, 1222hm

What happened over the past weeks since I started working properly out again (see last post)?

First, I did some runs and included exercises – the typical Swiss VitaParcours helps a lot improve your body strength in a moderate way. Second, I played tennis again, not regularly, but still I had some good trainings. Third, I went to the boulder hall – since night falls already quite early in this season, I start liking to conquer sweat-soaked, chalk-covered walls again.

Cycling season finished then? No, not yet. The weather forecast promised best autumn fog for Zurich. Bad weather? No, not at all. Foggy conditions in the lowlands means often incredible sunshine and amazing views in the highlands. Perfect pre-requisites though for a big mountain pass such as Klausen (1962m), Pragel (1548m) or Ibergeregg (1406m). In this order? Or two of them? Or only one?

When getting in the train on Sunday morning, I was not even exactly sure were to go. Direction Glarus, for sure. And I will definitely start with Klausen or Pragel – both with about 20km uphill cycling, both being more attractive on their ascent from the east, both completely unknown to me. Finally, I decided to get off three stops earlier in Niederurnen and take the route via Pragelpass. Two reasons helped make my decision: A), Pragel is less difficult then Klausen and I was not sure about my form. B), Pragel is closed for cars and buses on the weekend and thus much calmer.

And the ride was indeed beautiful although there were steep and narrow passages right from the beginning. When reaching Lake Klöntal, I was fully impressed by the wilderness that you can find up here. Not only once I stopped for taking pictures. And I could have taken many more, but I also needed to move in order not to be too much exposed to the cold and humid conditions that occurred in this nice place. After passing the lake, the road rose again, and it did not flatten before I could reach the top of Pragelpass on 1548m altitude.

After a proper lunch break I went downhill to Muotathal, a beautiful valley south-west of Schwyz. The road down was extremely steep and narrow. Bloggers on quaeldich.de compare this side of Pragel with famous Mortirolo, one of the most exhaustive climbs in the Alps. This had the consequence that I could fully exercise my arm muscles by braking all the way down into the valley. However, the view was incredible.

Muotathal
Downhill photo at -15% – with view to Muotathal

Arriving in Schwyz, I was considering my options. Klausen was out of the race. Too far, too hard. Ibergeregg was possible, but my legs where already more tired than expected. Also the option back to Zurich via Sattel was not so inviting since I was expecting a lot of cold headwinds and fog on the way back. I finally decided to take the train back home. After all, I did a proper 60km ride with a HC pass (yes, only one) in a fascinating area. And the actual goal was not to overdo it and to take pictures, see below.

Hausrunde – Zürichsee, Buchenegg, Albispass

Radfahrt: Zürich – Thalwil – Langnau – Buchenegg – Albispass – Zürich, 41.8km, 719hm

Es ist mittlerweile Herbst. Das Wetter jedoch eigentlich immer noch gut. Dennoch werden meine Artikel über meine Lauf-, Wander-, Radabenteuer immer seltener. Die Arbeit hat mich diesen Sommer doch beachtlich mehr eingenommen als gedacht. Und das merke ich, insbesondere an der Fitness.

Meine sportliche Form ist irgendwo im Niemandsland; was nicht unbedingt heisst, dass sie super schlecht ist – ich weiss es einfach nicht. So langsam konnte ich dennoch in den letzten Tagen wieder anfangen, mich mehr zu bewegen; was übrigens auch gesundheitlich wegen der vielen Büroarbeit wichtig ist. Etwas Tennis, etwas laufen, etwas Radfahren. Soweit so gut.

Aber nicht ganz. Denn ich habe dieses Jahr auch im ersten halben Jahr mich etwas bewegt, doch haben die Intensitäten im Training gefehlt. Und zum ersten Mal seit langem bemerkte ich, wie wichtig diese doch sind. Man erholt sich schneller, fühlt sich fitter, schläft besser, und verliert auch nicht so schnell die Power.

Buchenegg_Ost
Auffahrt zum Buchenegg diesmal mit Fotopause

Also, heute rauf auf’s Rad. Etwas einfahren am See. Bei Thalwil dann hoch Richtung Langnau. 3min Bergsprint. Puls fast 180. Dann locker weiter, auch wenn es immer noch bergauf ging und ich mich nicht wirklich erholen konnte. Das Ganze wiederholte ich beim Anstieg in Langnau und beim letzten Pull am Bucheneggpass. Zwischendurch immer wieder locker Treten bei Puls stets um die 130; zumindest im Flachen. Beim letzten Anstieg über den Albispass (Westauffahrt) bin ich die 2.1km kontinuierlich mit 80+ Trittfrequenz getreten, ausserhalb des roten Bereichs; womit ich sehr zufrieden sein konnte. Die Abfahrt zurück nach Zürich glich wie immer einer Schussfahrt nach San Remo – schnell, entspannend und wohlverdient.

Albispass Ost
Die Ostabfahrt des Albispasses ist beeindruckend – sowohl landschaftlich als auch radtechnisch

Am Ende standen knapp über 40km Trainingsausfahrt bei weniger als zwei Stunden Fahrzeit zu Buche. Das ist im Schnitt nichts besonderes, jedoch fühlte ich mich wie nach einem richtigen Training: Kaputt, aber nicht ausgelaugt. Vielleicht gibt es morgen eine weitere Chance.

Randnotiz: Am nächsten Tag stand noch eine 68km lange Ausfahrt durch das Baselbiet an, bei der ich auch mehrfach Intervalle fahren konnte – insbesondere am ersten Anstieg hinauf nach Gempen, was mir immerhin auch eine persönliche Bestzeit bescherte. Danach wurde es jedoch hart. Nicht nur spürte ich langsam die Müdigkeit in meinen Beinen, auch hatte ich das Essen vernachlässigt, sodass mir langsam die Energie ausging. Vor allen in Anstiegen merkte ich meinen Fehler. Zum Glück fand ich doch relativ schnell einen Selecta-Automaten, bei dem ich meine Vorräte mit Süssem und Salizgen sowie etwas Cola wieder aufstocken konnte. Damit konnte ich auch den Rest dieser Ausfahrt und des radfahrerreichen Wochenendes geniessen.

Entdeckungstour durch das Zwickauer Hinterland (3 Etappen)

Lauf 1: Vielauer Wald – Hasslauer Höhe – Vielau Dorf, 5.9km, 126hm
Lauf 2: Vielau Dorf – Friedrichsgrüner Höhe – Silberstrasse Wald – Vielauer Höhe, 12.7km, 313hm
Lauf 3: Vielauer Wald – Oberhohndorf Wasserturm – Oberhohndorfer Grund, 7.7km, 133hm

Einmal im Sommer verbringe ich mehrere Tage am Stück in der alten Heimat – in Vielau bei Zwickau (siehe auch folgenden Beitrag). Das hat sich mittlerweile so ergeben. Gerne würde ich die Gegend nochmal mit Rennrad oder Mountainbike kennenlernen. Doch auch zum Laufen gibt es immer wieder Neues zu entdecken, selbst auf Wegen, die direkt hinter dem Haus beginnen.

Ich versuchte drei Etappen zu finden, wo ich zumindest teilweise für mich jungfräulichen Boden betreten konnte. Und ich wurde halbwegs fündig.

1. Etappe: Eine schöne Dorflaufstrecke

Die wohl typischste Strecke. Bestimmt habe ich einige der hier gelaufenen Wege schon über 100 mal passiert. Angefangen am Eingang des Vielauer Walds von dem Mühlweg/der Waldstrasse kommend biegt man rechts ab und läuft leicht abfallend einen ehemaligen breiten Forstweg, der mittlerweile doch eher zu einem gras- und laubüberdeckten Trail wurde. Noch enger wird es, wenn man nach ca. 200m wieder rechts abbiegt, hinab zu einer kleinen Bachsenke, die früher noch mit Stufen versehen war. Der weiterführende Singletrail zieht sich am Waldrand entlang. Findet man den richtigen Abzweig, kann man den Wald am nördlichen Ende komplett ablaufen – zumeist ungestört. Den Pfad zurück auf die „Hauptforststrasse“ ist nicht zu verfehlen und führt anschliessend raus aus dem Wald am Gewerbegebiet „Am Schmelzbach“ vorbei. Nach Überquerung der Tierheimstrasse (Mühlweg) lädt eine breitere Feldstrasse ein, mit tollem Blick auf Zwickau weiterzulaufen. Kurzer Ausblick auf meine ehemalige Schule, das Sandberggymnasium, und den Hasslauer Sportplatz. Dann zum höchsten Punkt, zur Hasslauer Höhe. Bisher alles bekannt. Doch dann die Neuigkeit. Statt zurück zum Vielauer Wald oder hinunter zum Bogenstein, blieb ich auf dem Weg und kam hinab auf die (Dorf-) Hauptstrasse. Über diese zurück und die Neue Strasse hinauf. Die gelaufenen 6.7km bieten sich perfekt als Dorflauf an. Es hat erstens alles dabei – Forstwege, Singletrails, Asphaltwege, Anstiege, Gefälle – und zweitens hat man das ganze Dorf kennengelernt.

2. Etappe: Die falsche Toskana und der einsame Teich

Die zweite Etappe sollte die längste werden. Diesmal ging es in umgekehrter, südöstlicher Richtung an der Ernst-Beyer-Grundschule vorbei (da bin ich auch gewesen) hinauf zur Autobahn A72. Doch die passierte ich nur, bevor ich mich links hielt, um weiter hinauf zur Friedrichsgrüner Höhe zu gelangen. Leider empfand ich das Laufen auf einer eher schlecht asphaltierten Strasse nicht so amüsant, sodass ich vollen Mutes und guten Willens auf einen Feldweg einbog. Leider endete dieser irgendwann. Ich dachte zwar zuerst, „es gibt immer einen Weg“. Als ich dann aber wirklich querfeldein an einem braun gefärbten Teich landete, von dem kein Weg weiterführte, entschloss ich mich umzukehren. Eine gute Entscheidung. Nicht viel später erkannte ich einen weiteren schönen Waldpfad, der mir irgendwie bekannt vorkam. Hier bin ich vermutlich vor zwei Jahren schon mal als Infernovorbereitung gelaufen. Ich weiss es aber nicht mehr. Daher war es wieder eine total neue Erfahrung. Und der Weg war traumhaft. Ich endete sogar auf einem beschilderten Wanderweg – fast wie in der Schweiz. Bergab, bergauf, über kaum genutzte, teilweise etwas verwilderte Pfade gelangte ich zurück in das urbanere Silberstrasse und wandte mich zur Vielauer Höhe. Nachdem ich wieder Autobahn unterquert hatte, kam mir die Idee, den gestrig erst neu entdeckten Weg zur Hasslauer Höhe von Vielau Dorf aus zu laufen. Immerhin ein schöner Anstieg, der sich für ein Strava-Segment mehr als qualifizierte. Leider bin ich der Einzige, der jemals diese Strecke mit Strava getrackt hat. Vielleicht kann ich mit diesem Artikel etwas für die Laufattraktivität der Region tun.

3. Etappe: Gesperrte Wege

Der Norden. Die mir letzte verbleibende Richtung für die Erkundung neuer Pfade. Sicherlich hat die Strecke nach Reinsdorf/Oberhohndorf nicht so viele attraktive Trails zu bieten. Aber einerseits kann die Strecke dennoch schön sein, und andererseits weiss man nie, was einem erwartet. Ähnlich zur ersten Etappe bin ich am Waldrand des Vielauer Walds gestartet, verliess dann aber auf halber Hälfte des nördlichen Waldrandes den Weg und setzte mir als nächstes Ziel den Oberhohndorfer Wasserturm. Irgendwo von dort aus, gab es bestimmt Trailwege. Oder auch (noch) nicht. Ich musste weiter suchen. Vorbei an den beiden Oberhohndorfer Blitzern versuchte ich mein Glück bei einem Abzweig der Wildenfelser Strasse, der mich in die Nähe des Reinsdorfer Bachs führen sollte. Und da entdeckte ich tolle Wege. Doch welcher führt mich wohin? Ich verfehlte ein erstes Mal, als ich in einer Baumaterialbetrieb endete. Ich verfehlte ein zweites Mal, als ich eine Sackgasse in der Gartenanlage erreichte. Der dritte Versuch war vorerst erfolgreich, auch wenn ich ein grosses Schild „Privatweg“ ignorieren musste. Mittlerweile war ich im Waldgebiet des Reinsdorfer Bachs angekommen. Da wollte ich schon immer mal hinein. Nur leider wollen sie mich nicht. Anscheinend. Das wäre zumindest meine Erklärung, wieso plötzlich aller Ernstes ein Sperrschild für Fussgänger auftauchte. Ohne Beschreibung. Ohne sichtbaren Grund. Als ehrlicher und folgsamer Bürger drehte ich um und lief fast den gleichen Weg zurück, den ich gekommen bin. Kein glorreicher Abschluss des Etappenlaufs, aber immerhin wieder was neues entdeckt. Und darum ging es ja.