Blüemlisalplauf – Regen im Berner Oberland

Lauf: Reichenbach im Kandertal – Kiental – Griesalp, 16.1km, 701hm*

„Die 10 schönsten Meilen der Berge“ – so wird der Blüemlisalplauf auf seiner Homepage beworben – und diese 10 Meilen sind also die besondere Sonntagsaktivität des letzten Maiwochenendes, die ich im Blogpost Entscheidungsbaum für Sonntagsbeschäftigung angekündigt habe.

Über 16.1km also führt dieser „mittelschwere“ Berglauf von Reichenbach im Kandertal nach Griesalp im hinteren Kiental im Berner Oberlands unterhalb des Blüemlisalpmassivs. Eine Region, die ich noch nicht kenne, zumindest nicht von dieser Seite. Denn das Kiental ist der westliche Nachbar des Lauterbrunnentals (also Mürren und so), von welchem ich das Blüemlisalpmassiv sicherlich schon zig-mal gesehen und sicherlich auch fotografiert habe.

Und eins vorneweg. Es kommt kein weiteres Bild dazu. Aus den 10 schönsten Meilen wurden 10 verregnete Meilen. Schade eigentlich. Die Aussicht war dementsprechend bescheiden. Trüb. Grau. Die Route des Blüemlisalplauf ist dennoch sehr schön – insbesondere in dem Abschnitt ab Aris, wo man den asphaltierten Weg verlässt und auf Waldpfade und Singletrails weiterläuft, direkt am Bergstrom Kiene entlang. Durch den ständigen Regenfall waren nicht nur die Kleider vollends durchnässt, auch die Wege waren mit Pfützen und Schlamm überzogen, sodass jeder Läufer von unten bis oben „eingematscht“ wurde. Richtig tolles Outdoorfeeling also.

Nach knapp 1h 30min bin ich im Ziel an der Griesalp angekommen – als insgesamt 126. von 415 Herren – und ich war froh, dass ich andere, zumindest fast trockene Kleider anziehen konnte.

Auf der Reise zurück stellte sich eine weitere kleinere Herausforderung in den Weg. Die bereitstehenden Postautos konnten erst zurück zum Tschingelsee fahren, wenn der Besenwagen durch war. Das zog sich etwas hin – und mit eben fast trockenen, aber dennoch leicht nassen Kleidern im Bus zu sitzen, empfand ich als nicht optimal. Also entschloss ich mich, die 1.5km wieder runter nach Tschingel zu laufen. Der Vorteil: Ich konnte noch zwei Fotoaufnahmen machen. Davor hatte ich ja keine Zeit dafür.

Dündebach-Wasserfall beim Blüemlisalplauf
Dündebach-Wasserfall direkt am Aufstieg zur Griesalp
Finaler Aufstieg von Tschingelsee zur Griesalp beim Blüemlisalplauf
Bergab ist doch einfacher als bergauf

* Laut meiner Garmin sind das ganze 800hm auf 15.25km gewesen. Die Diskrepanz bei den Kilometern kann sicherlich am GPS liegen. Die Höhenmeter sind jedoch barometrisch gemessen, daher würde ich eher auf die 800m als „korrekt“ tippen.

Entscheidungsbaum für Sonntagsbeschäftigung

Radtour (08.05.2016): Ebnat-Kappel – Wildhaus – Altstätten – Ruppen – St. Gallen, 84.2km 1458m

Mountainbike (22.05.2016): Birsfelden – Muttenz – Gempen – Muttenz – Birsfelden, 24.6km, 606m

Mai ist traditionell Tennismonat. Letztes Jahr 2015 blieb leider kaum Zeit für andere Sportarten – fast alle Interclub-Tennismatches fanden an einem Sonntag statt, sodass sich der Samstag nur bedingt für ein alternatives Sportprogramm anbot. Dieses Jahr ist es anders – alle Vorrundenspiele sind samstags, also perfekt für Lauftrek-geeignete Aktivitäten am Folgetag.

Toggenburg, Rheintal und Appenzellerland

Vor zwei Wochen, wohlgemerkt nach einer deutlichen Niederlage im Tennis, folgte ich einem langgehegten Wunsch und machte mich mit dem Rennvelo auf in Richtung Toggenburg/Appenzellerland – bei bestem Velowetter. Durchaus müde und mit einigem Gegenwind schleppte ich mich bis nach Wildhaus. Die anschliessende Abfahrt sowie die flache Passage bis Altstätten gingen zwar flott und zügig, doch vor dem finalen Abstieg nach St. Gallen stellte sich mir mein (eigentlich geliebter) Anstieg zum Ruppenpass in den Weg. Was ich an ihm mag, ist neben dem tollen Passfeeling – mehrere Serpentinen ziehen sich bergauf über das Rheintal – seine Gleichmässigkeit. Die 7,7% auf den 7km sind bei entsprechender Fitness mit lockerem Tritt sehr flüssig zu fahren. Leider fehlte mir diese entsprechende Fitness, um einfach „drüberrollen“ zu können. Der Vortag steckte mir zu fest in den Beinen. Egal. Die Aussicht auf Rheintal und Bodensee (dann von St. Anton), die anschliessende Abfahrt nach St. Gallen und die mit dem Pass verbundenen, tollen Erinnerungen an meine Studienzeit in der Gegend entschädigten doch für die Anstrengungen allemal.

Panorama über Rheintal und Alpstein - von St. Anton  oberhalb von Ruppen)
Panorama über Rheintal und Alpstein – von St. Anton oberhalb von Ruppen)

Gempen Singletrails

Mit dieser Erfahrung im Rucksack, stand ich zwei Woche später – sprich dieses Wochenende – wieder vor der Entscheidung. Was tun am Sonntag nach Tennis? Die Ideen reichten von Berglauf bei Luzern auf den Pilatus bis hin zu Klausenpass mit dem Rennvelo. Doch spät am Abend kam mir die Idee, auch wetterbedingt, dass Mountainbike wieder auszupacken und mit ins Baselbiet zu nehmen. Dort gab es immerhin noch einige Trails, die ich noch nie gefahren bin und zudem fand ich in einem Freund einer Freundin einer anderen Freundin einen Mitstreiter, der sich gut auskannte. Perfekt! Und so kam es, dass ich zum dritten Mal diese Jahr auf dem Gempen landete – jedoch das erste Mal mit dem Bike, was mehr Abwechslung für die Abfahrt versprach. Und hierbei möchte ich gerne festhalten: Bergab macht es mit dem Bike am meisten Spass. Während man beim Laufen sorgfältig auf die Gelenke achten muss und man beim Rennvelo fahren leider oft viel zu schnell an traumhaften Ausblicken vorbeirauscht, bietet Downhillbiking einfach jede Menge Adrenalin, Challenges und Fun. Der einzige Wermutstropfen: einmal unten angekommen muss man für die Wiederholung erst wieder rauf auf den Berg.

Übrigens: Auch nächstes Wochenende ist das Tennismatch am Samstag. Über das, was am Sonntag passiert, werde ich sicherlich hier berichten.

Lockerer Lauf in Paderborn

Lauf: Waldpark Haxtergrund (Paderborn) – Schloss Hamborn, 8.6km, 114hm

Nein, Paderborn ist nicht bekannt für seine Berge und spektakulären Trails. Dennoch möchte ich ein paar Worte über diesen Lauf im Nordwesten Deutschlands verlieren, da es nunmal auch ein Ziel des Blog ist, über neue, mir unbekannte Gegenden zu berichten.

Also Paderborn, an den Quellen des kleinen Flusses Pader liegend, eine Ostwestfälische Stadt mit ca. 150’000 Einwohnern, und eine von vielen mittelgrossen Städten der Region mit geschichtsträchtigen Schlössern, Burgen oder anderen Denkmälern (z.B. das Hermannsdenkmal in Detmold). Übrigens ist die Gegend gar nicht so flach wie gedacht. Die Ausläufer des Teutoburger Walds sind zu sehen – und auch zu spüren.

Zurück zum Lauf: Der sogenannte Haxtergrund unweit von Paderborn bietet sich hervorragend zum Biken, Velofahren und natürlich auch Joggen an. Es gibt kleinere Steigungen, Trails, flache Strecken an den Ufern kleiner Bäche und auch sonst viel Natur pur. Auf der 8.6km langen Runde, die ich zusammen mit einem Freund zurückgelegt habe (der eigentliche Grund für die Reise), gab es doch 114hm. Das ist zwar nicht so viel, aber dennoch eine Höhenangabe, die ich so vor meiner Ankunft in dieser Gegend nicht vermutet hätte. Wieder was gelernt.

Der Tweet zum Lauf: