The Art of the Turn – Ski Alpin

Ski Alpin: Mürren, 18.02.2018 (English summary)

Irgendwann während der letzten zwei Wochen lag ich eines Abends im Bett und schaute noch ein YouTube-Video über „The Art of the Turn“. Ein Video über die Kunst des Kurvenfahrens. Ein Video, das über das perfekte Carving-Gefühl auf Skiern berichtet. Sofort wuchs die Vorfreude auf meinen nächsten Skitag des Jahres. Wann dieser sein sollte, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Doch ich entschied mich schliesslich am letzten Wochenende wenigstens für einen Tag in die Berge zu fahren.

Die Wettervorhersage versprach eigentlich nicht viel Gutes. Eher stark bewölkt, sogar mit Regen, vielleicht mit etwas Glück Schnee, Sonne aber eher erst am späten Sonntagnachmittag. Dennoch wollte ich zumindest ein paar Schwünge machen. Also zielte ich auf den Sonntag ab. Und obwohl wie vorhergesagt während des ganzen Tages die Wolken dick über Mürren und sogar die unteren Skigebiete hingen, zeigte sich das Wetter oben am Schilthorn von der aller besten Seite. Die 20cm Neuschnee, die über Nacht gefallen sind, trugen über Übriges zu den perfekten Bedingungen bei.

Blick vom "North face" des Schilthorns auf die Nebelbank unter dem Berner Dreigestirn
Blick vom „North Face“ des Schilthorns auf die Nebelbank unter dem Berner Dreigestirn

Nach zwei kurz Abfahrten von der Mittelstation Birg gingen wir mit der nächstbesten Gondel auf das Schilthorn. Um ca. 9.15Uhr kamen wir oben am Drehrestaurant Piz Gloria an. Vorbei an der Aussichtsplattform ging es sofort an den Nordhang des Horns, den ich letztes Jahr zu Ostern das erste Mal befahren konnte. Und auch dieses Mal lohnt sich der Ausflug. In den perfekten „Powder“-Schnee setzten wir die ersten Spuren des Tages und bei jeder Kurve spritzte der Schnee. Ab und zu sogar bis ins Gesicht. Ich erinnerte mich an das Video und vereinzelte versuchte ich, „Gelerntes“ umzusetzen. Ich weiss nicht, ob es mir gelungen ist – in jedem Fall hatte ich ein traumhaftes Erlebnis inklusive Gänsehaut schon auf dieser frühen Abfahrt. Und auch für den Rest des Tages sollte die Freude nicht mehr verfliegen. Ein definitiv gelungener Skiausflug.


English summary: After watching the YouTube video „The Art of the Turn“, I was really keen on going skiing again. Last Sunday, I finally took the opportunity and although the weather forecast was not too optimistic, we stood up early in the morning to be up at Schilthorn just shortly after 9am. And just with the first descent via the „North face“, we had one of the best downhill experiences since a long time. Perfect conditions in the powder-like snow gave me somehow the impression what „The Art of the Turn“ really means. It was just an ideal start of this skiing day that made me looking forward to the next opportunities. 

Mal wieder nach draussen – bergauf und bergab

Lauf: Zürich – Sihlareal – Höckler -Uetlikamm – Föhreneggweg – Sihlareal – Zürich, 12.3km, 509hm, 03.02.2018 (English summary)

Nach einem Knall folgt bekanntlich erstmal Ruhe. Und tatsächlich wurde es bei mir etwas ruhiger – insbesondere hinsichtlich meiner lauftrek-typischen Outdooraktivitäten. Ganz untätig war ich jedoch nicht. Etwas Skifahren, etwas Tennis, etwas Schwimmen, etwas Klettern, etwas Spinning (Radfahren auf einem Fitnessgerät) und zudem auch mal eine Zeit etwas erkältet. Vollkommen regeneriert entschied ich mich an diesem Samstag aber wieder für einen Lauf in meinem Züricher Lieblingsgebiet – am Uetliberg.

Mal wieder nach draussen also. Und ich genoss es sehr, die frische Luft wieder zu spüren, als ich loslief. Ich wählte eine Art Standardroute mit dem Ziel, bis zum Uetlikamm zu laufen und wieder zurück. Vom Sihlareal ausgehend ging es über den Höckleranstieg stetig nach oben, jedoch nie zu steil. Nach ungefähr 300 Höhenmetern änderte sich die Farbe des Untergrunds von Grau-Braun zu Schneeweiss. Und obwohl ich auf den letzten Meter vor dem Kamm doch etwas die Anstrengung spürte, fühlte ich mich generell gut und noch ziemlich frisch. Vermutlich half mir dabei die erlangte Fitness, die ich mir bei meinem Wettkampf in Arosa vor drei Wochen erarbeitete.

Für den Abstieg nutzte ich den Föhreneggweg, der mich über mehrere Treppenstufen und scharfe Serpentinenkurven relativ fix nach wieder unten brachte. Jetzt merkte ich, wieso ich Bergläufe vor allem auch wegen des Abstiegs mag. Durch die vielseitigen Anforderungen wie bspw. Agilität, Flexibilität, Kraft, Gespür für die Geschwindigkeit oder auch Präzision wird ein solcher Bergablauf einfach immer wieder zu einer abwechslungsreichen Herausforderung. Vielleicht werde ich es einen Tag später bereuen, wenn der Muskelkater einsetzt. Doch ein richtiger Trailrun geht sowohl bergauf als auch bergab.

Abwechslungsreicher Lauf bergab und schöne Aussicht über Zürich am Föhreneggweg
Abwechslungsreicher Lauf bergab und schöne Aussicht über Zürich am Föhreneggweg

Noch habe ich meine Wettkampfplanung für dieses Jahr noch nicht abgeschlossen, aber ein längerer Lauf mit Höhenmeter im Aufstieg und im Abstieg wird sicher dabei sein.


English summary: After a bang there is mostly silence. I was not completely lazy, but rather focussed on other sporting activities (e.g. tennis, skiing, etc.) over the past 3 weeks. However, this Saturday I went out again. A 12.3km long run up to the ridge of Uetliberg, and down again. And especially the downhill part was a lot of fun. Agility, flexibility, speed, power, precision – all characteristics that stand for a really enjoyable trail run experience. I have not yet made my full race planning for 2018, but one proper trail run with elevation gain up and down will be in there. Promised!